| Liebe
Leserinnen und Leser
Ihr
haltet die erste Ausgabe der neuen Debatte in
der Hand. Eine neue linke Zeitschrift. Aber gibt
es nicht schon genug linke Zeitungen, die kaum
jemand liest? Das ist leider der Fall. Linke Zeitungen
werden oft nicht (mehr) gelesen, weil eh schon
klar ist, was drin steht - nämlich immer
wieder dasselbe. Es braucht eine neue Linke, und
damit auch neue linke Zeitungen. Nicht eine Linke,
die den Verführungen des Kapitals erliegt
und sich als „modern“ und „innovativ“
darstellt. Sondern eine Linke, die durch ihre
Aktionen und Diskussionen versucht, dem Sozialismus
und Kommunismus einen neuen Sinn zu verleihen.
Zurzeit stellt die Linke keine ernst zu nehmende
politische Kraft dar. Das muss sich ändern,
wenn wir nicht wollen, dass Unterdrückung
und Krieg weiter gehen, die Verteilung des Reichtums
noch ungerechter wird und die Zerstörung
der natürlichen Ressourcen voran schreitet.
Die Zeiten werden nicht von selbst besser. Deswegen
braucht es eine Diskussion über Alternativen
mehr denn je. Eine Zeitung kann Inspiration und
Diskussionsstoff bieten, Mut machen und zum Nachdenken
anregen. Wir wollen nicht nur über „die
Politik“ im engen Sinne des Wortes schreiben.
Kämpfe von politischer Bedeutung spielen
sich in allen Bereichen des sozialen Lebens ab.
Deshalb sollen auch Fragen von Kultur und Wissenschaft
zur Sprache kommen. Ebenso richten wir eine Rubrik
„Neue Linke“ ein, in der es um Erfahrungen
aus Vergangenheit und Gegenwart geht, sowie um
die Diskussion über neue sozialistische Perspektiven
und Projekte. Die Debatte wurde schon 2002 bis
2004 herausgegeben (8 Nummern). Die Umstellung
auf eine Monatszeitung ist nicht gelungen. Die
Bewegung für den Sozialismus (BFS) hat einige
Turbulenzen durchlebt. Nun lancieren wir die Debatte
neu. Sie soll (vorerst) vier Mal pro Jahr erscheinen.
Wie gut sie wird und wie lange sie überlebt,
hängt auch von eurer Unterstützung und
Mitarbeit ab. Wir hoffen, euch Lust aufs Lesen
gemacht zu haben, und wünschen gute Lektüre.
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