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Am 17. August veröffentlichte Wirtschaftsnobelpreis-träger
Paul Krugman in der ew York Times eine Kolumne
mit dem Titel The Swiss Menace (Die schweizerische
Bedrohung). Dabei ging es nicht um die UBS, sondern
um die Reform des Gesundheitswesens.
Während
ultrakonservative Kreise in den USA dem Präsidenten
vorwerfen, mit seinen Plänen dem Sozialismus
den Weg zu bereiten, hält Krugman nüchtern
fest, Obama wolle das System nach helvetischem
Vorbild umgestalten. Der Ökonom unterscheidet
drei Modelle: Im ersten Modell führt der
Staat die Einrichtungen des Gesundheitswesens
und übernimmt die Kosten (Grossbritannien);
im zweiten Modell übernimmt er einfach die
Kosten (Kanada, Frankreich); im dritten Modell
sorgt er immerhin dafür, dass alle versichert
sind, auch wenn Leistungen von privaten Anbietern
erbracht werden und die Versicherten die meisten
Kosten selbst tragen (Schweiz). So etwas schwebt
Obama vor.
Das
Beispiel zeigt, wie bescheiden die meisten Reformziele
des neuen USPräsidenten sind, auch wenn es
in den Medien oft anders klingt. Der Beitrag von
Ahmed Shawki in dieser ummer hält fest, dass
Obama selbst diese Reformen kaum umzusetzen gewillt
und/oder in der Lage ist. Für die Linke in
der Schweiz und auf der ganzen Welt ist es wichtig,
sich ein realistisches Bild der politischen Dynamik
zu machen, die sich seit der Wahl des ersten afroamerikanischen
Präsidenten in den USA abspielt.
Die
Redaktion |