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In ganz Europa ist es diesen Herbst zu über
80 Universitätsbesetzungen gekommen, Hunderttausende
Studierende waren auf der Strasse. Diese Proteste
waren in ihrem Ausmass und der Entschlossenheit
der Beteiligten für viele überraschend.
Auch AktivistInnen der BFS haben an vielen Universitäten
vor Ort mitgearbeitet. In dieser Debatte wollen
wir eine erste Reflexion dieser Proteste durchführen.
Wir wollen beleuchten, welche Absichten und Motivationen
hinter den Protesten stehen, was wir daraus lernen
können und wie sich die Bewegung weiter entwickeln
könnte.
Es ist kein Zufall, dass die Proteste mitten in
eine grosse Wirtschaftskrise fallen. In Berkeley
(Kalifornien), wo derzeit massive Proteste im
Gange sind, beziehen sich die Studierenden direkt
auf die Krise, in Zürich sollen wegen der
Krise die Studiengebühren verdoppelt werden.
Spätestens seit den Milliardensubventionen
für marode Banken in aller Welt ist das Argument
der leeren Kassen - mit dem auch das Bildungswesen
ständig torpediert wird - in seiner ganzen
Lächerlichkeit entlarvt worden.
Der
Kapitalismus als scheinbar unumstössliches
System, das uns prosperierenden Fortschritt bringt,
hat durch die Wirtschaftskrise wohl grösseren
Schaden genommen als auf den ersten Blick anzunehmen
war. Tragen wir den Widerstand weiter und über
die Universitäten hinaus! Die Redaktion
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