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Am 7. Juni berichtet Yoshihiko Ikegami auf der
Seite jfissures.wordpress.com über eine neue
Volksbewegung in Japan. Es ist weniger ein politisches
als ein steigendes wissenschaftliches Bewusstsein,
das die Menschen antreibt, sich über die
Auswirkungen der Nuklearkatastrophe zu informieren
und die radioaktive Strahlung zu messen, der sie
im Alltag ausgesetzt sind (zu Hause, im Park,
in der Schule).
Yoshihiko
schreibt: Weil der Staat und die Medien uns die
Wahrheit nicht erzählt haben, waren wir gezwungen,
selbst zu forschen. Nicht aus Neugier, sondern
um zu überleben. Geholfen haben uns Ärzt_innen
und Forscher_innen, die sich seit Jahrzehnten
mit den Opfern von Hiroshima und Nagasaki beschäftigen.
Was
ist die Bedeutung dieser Bewegung? Sie hilft unzähligen
Menschen, ihre Gesundheit zu schützen. Sie
trägt wichtige Informationen zusammen, um
in fünf, zehn oder 30 Jahren, wenn durch
radioaktive Strahlung verursachte Krankheiten
ausbrechen, den Staat zu zwingen, diese als solche
zu anerkennen und entsprechend zu handeln. Sie
bringt viele Menschen dazu, ganz neue Dinge über
ihre Umwelt und die Geschichte Japans zu lernen.
Nach
der Regenzeit wird die Atomindustrie die japanische
Bevölkerung mit Stromausfällen unter
Druck setzen, um sie von der Notwendigkeit der
Atomenergie zu überzeugen. Die neue Volksbewegung
steht vor dieser grossen Herausforderung. Yoshihiko
ist optimistisch und hat vor, alles genau zu beobachten,
was kommt.
Die
Redaktion |