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Nun haben wir also wieder mal Krise. Eine dieser
Krisen, die sich mit schöner Regelmässigkeit
aneinanderreihen. Aber dieses Mal ist es etwas
anders, das mussten sogar die Ökonomen der
Weltbank erkennen, die auch schon von einer „Human
Crisis“ sprechen. Ja, in solchen Krisen
wird uns vor Augen geführt, wovon in dieser
Welt alles abhängt. Worauf diese Wirtschaft
wirklich beruht. Was der innere Zweck dieser Wirtschaft
tatsächlich ist. Weder KonsumentInnen befriedigen,
Arbeitsplätze schaffen noch den Reichtum
aller vergrössern.
Nein,
es geht schlicht und einfach nur um Profit. Im
normalen Wirtschaftsgebaren werden die wirklichen
Ziele dieses kapitalistischen Systems geschickt
mit den Wünschen der Lohnabhängigen
verwoben. Aber wehe, der Profit ist in Gefahr:
Dann stehen die Produktionsbänder still,
Kredite werden zurückgezogen, Neuanstellungen
verschoben, Bauprojekte eingestellt, Investitionen
zurückgestellt und das ganze Wirtschaftssystem
kommt zum Erliegen. Die Frage ist: Sind wir schon
mitten in der Krise oder erst am Anfang? Welche
Industrien werden noch mitgerissen? Wie werden
die Lohnabhängigen reagieren? Sozialisierung
privater Verluste oder gesellschaftliche Aneignung
der Produktionsbedingungen, um den Kapitalismus
hinter uns zu lassen? Das steht heute auf dem
Spiel, und die Zukunft der Menschheit hängt
vom Ausgang des politischen Kampfs um die Antworten
auf die aktuelle Krise ab.
Die
Redaktion |