Philippe Blanc*
aus Debatte Nummer 17 - Sommer 2011
Fäuste schnellen in die Höhe. In atemberaubender Lautstärke wiederholen 10‘000 Stimmen aus der Bewegung der Landlosen den Ruf: «Es lebe Ekta Parishad». Aus ganz Indien sind sie nach Neu-Delhi gekommen, um der Regierung ihren Unmut mit der aktuellen Landreformpolitik zu zeigen.

Ewen MacAskill*
aus Debatte Nummer 16 - Frühling 2011
Ein neues gewerkschaftsfeindliches Gesetz im US-Bundesstaat Wisconsin hat zur Entstehung einer breiten Protestbewegung geführt. Auch wenn das Gesetz am 9. März durch eine Finte im Parlament vorerst durchgesetzt werden konnte, ist die Bewegung von herausragender Bedeutung. Wir veröffentlichen hier einen Artikel von Ende Februar, der im britischen Guardian erschienen ist (Red.).

Maurizio Coppola
aus Debatte Nummer 16 - Frühling 2011
Die Fiat-Werke zählten bis zu den 1980er Jahre zu den Bastionen der Arbeiter_innen-widerstände Italiens. Der aktuelle CEO von Fiat Sergio Marchionne hat nun unter Androhung der Standortverschiebung das Projekt «Fabbrica Italia» erzwungen, was schwerwiegende Folgen für die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsbeziehungen in Italien allgemein haben wird.

Laurent Delage & Isabelle Ufferte
aus Debatte Nummer 15 - Winter 2010
Während Sarkozy, nachts und übereilt wie ein Räuber, sein Gesetz zum Rentenabbau unterzeichnete, bestätigte die Medienmitteilung des Gewerkschaftsbündnisses Intersyndicale vom vorangehenden Tag leider dessen ausweichende Haltung. Die Errungenschaften der Protestbewegung bleiben dennoch unübersehbar.*

Tariq Ali
aus Debatte Nummer 15 - Winter 2010
Nach all der Hoffnung und dem Wirbel spiegelt die Aussenpolitik Obamas nur die schmutzigen Bush-Jahre wider. Der britisch-pakistanische Historiker Tariq Ali zieht ein kritisches Resumee der bisherigen Ausenpolitik Obamas.*

Winfried Wolf
aus Debatte Nummer 14 - Herbst 2010
Griechische Schulden, Euro-Diktat und eine Fakelaki-Ökonomie made by Siemens & Co. Der hier in gekürzter Form publizierte Artikel aus der Zeitschrift Lunapark 21 beleuchtet die ökonomischen und historischen Hintergründe der griechischen Wirtschaftskrise.*

Interview mit Gilbert Achcar*
aus Debatte Nummer 14 - Herbst 2010
Wer sich mit dem Nahostkonflikt beschäftigt, kommt nicht um die Frage herum, welche Bedeutung der Erinnerung an den jüdischen Völkermord zugemessen werden soll, die bis heute auch politisch instrumentalisiert wird. Gilbert Achcar zeigt, wie die jüdische und die palästinensische Katastrophe zusammenhängen. Er spricht zentrale Fragen an, die auf der einen und/oder anderen Seite tabuisiert werden. (Red.)

Hanspeter Gysin
aus Debatte Nummer 14 - Herbst 2010
«How many years can some people exist, before they’re allowed to be free?» (Bob Dylan). Nach dem Scheitern des bewaffneten Widerstandes hat eine weltweite Boykottkampagne gegen die israelische Besatzung Fuss gefasst.

Charles-Andre Udry
aus Debatte Nummer 13 - Sommer 2010
Den Lohnabhängigen Griechenlands stehen harte Zeiten bevor. Die mit der Wirtschaftskrise von allen Medien gerechtfertigten Angriffe auf die sozialen Errungenschaften Griechenlands dienen als Vorlage für andere EU-Länder.

Sony Esteus
aus Debatte Nummer 12 - März 2010
„Wir bedauern das Volk von Haiti nicht, wir bewundern es“: Diese Aussage von Venezuela-Präsident Hugo Chavez trifft Kernanliegen haitianischer Basisorganisation-en, die sich Ende Januar in dem Brief äusserten. Der hier abgedruckte Text ist voller Länge im Internet einsehbar.

Hanspeter Gysin
aus Debatte Nummer 11 - Dezember 2009
Im Januar dieses Jahres hat die Israelische Armee im dicht besiedelten Gazastreifen 1400 Menschen, vorwiegend Zivilisten, getötet, 5000 verletzt und den Grossteil der Infrastruktur zerstört. Der Goldstone-Bericht der UNO verurteilt dies als Kriegsverbrechen.

David S.
aus Debatte Nummer 10 - Oktober 2009
Anfang dieses Jahres fand auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe ein Generalstreik statt. Innerhalb von sechs Wochen konnte sich eine breite Protestbewegung wichtige soziale und politische Verbesserungen erkämpfen. Doch wie war eine derartig erfolgreiche Mobilisierung überhaupt möglich?

Rike Lenz
aus Debatte Nummer 10 - Oktober 2009
Landesweit demonstrierten in Deutschland am 17.6.2009 rund eine Viertelmillion Menschen gegen die verheerenden Missstände im Bildungswesen. Doch in nur wenigen Städten ging der Bildungsstreik über das brave Marschieren auf der Strasse hinaus. Ein Bericht aus der Stadt Potsdam.

David S.
aus Debatte Nummer 9 - Juli 2009
Seit ihrer Gründung dient die Nato als militärisches Instrument zur Durchsetzung der westlich-imperialistischen Interessen. Doch angesichts der sich zuspitzenden Ressourcenknappheit gewinnt die Nato zunehmend an Bedeutung und könnte gar zu einer erneuten globalen Blockbildung führen.

Hanspeter Gysin
aus Debatte Nummer 8 - März 2009

Zwanzig Tage dauerte der Bombenhagel der israelischen Armee auf die umzingelte, ausgehungerte Bevölkerung Gazas, 1’400 Tote und 6000 Verletzte sind zu zählen. 100'000 Menschen sind obdachlos, Elektrizität und Treibstoffe Mangelware, es gibt keine Wasserversorgung, keine Abwasseraufbereitung, kein funktionierendes Gesundheitswesen mehr – die Infrastruktur ist weitgehend zerstört.


Paul Street*
aus Debatte Nummer 7 - Dezember 2008
In einem Land, das unter der Vormacht von Weissen gegründet wurde, wird ein farbiger Mann ins höchste Amt gewählt – zweifellos ein historischer Moment. Doch wie Paul Street aufzeigt, ist ein echter politischer Wechsel nicht von einem einzelnen Präsidenten zu erwarten, wenn nicht gleichzeitig „von unten“ eine andere Politik durchgesetzt wird (Red.).

John Chen und Michael Liu*
aus Debatte Nummer 6 - September 2008
Im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen wurde in den westlichen Medien oft über die Proteste in Tibet oder die katastrophale Luftqualität in Peking berichtet. Kaum die Rede war von den Arbeitskämpfen in der aufstrebenden „Werkstatt der Welt“. Wir bringen einen Beitrag über die sich wandelnden Bedingungen der Entstehung einer Arbeiterbewegung in China.

Sarah Schilliger
aus Debatte Nummer 5 - Juni 2008
Die aktuelle, in zahlreichen Ländern auftretende Hungerskrise zeigt erneut mit tragischer Deutlichkeit, wie globalisierte Märkte im Kapitalismus „Katastrophen“ fabrizieren können.

Bashir Abu-Manneh
aus Debatte Nummer 5 - Juni 2008
In der letzten „Debatte“ haben wir den Weg der Kolonisierung Palästinas vom Kongress der Zionisten 1897, zu den ethnischen Säuberungen von 1947 – 48 und dem bis heute andauernden Landraub beschrieben. Heute stellen wir uns die Frage, weshalb die palästinensische Befreiungsbewegung nicht in der Lage war,
dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten.

Im Mai jährt sich die Vertreibung der Palästinenserinnen und Palästinenser zum 60. Mal
Hanspeter Gysin
aus Debatte Nummer 4 - März 2008
Der Konflikt im Nahen Osten verlangt Parteinahme, nicht Neutralität. Alle Abscheu gegenüber dem gegenseitigen Töten entbindet nicht, auf der Seite der Unterdrückten zu stehen – ohne Wenn und Aber. Die rechtswidrige Besatzung ist das Hauptproblem in Palästina, nicht die terroristischen Attacken und die primitiven Raketen der belagerten und eingemauerten PalästinenserInnen.

5 Jahre nach Beginn des Irakkrieges sind über 1 Million Menschen an dessen
Folgen gestorben.
David S.
aus Debatte Nummer 4 - März 2008
Vor fünf Jahren wurde der Irak von einer unter der Führung des USImperialismus stehenden "Koalition der Willigen" überfallen. Eine Studie des englischen Meinungsforschungsinstituts "Opinion Research Business" belegt nun: Auf Grund des Angriffskrieges und seiner direkten Folgen sind im Irak seit 2003 über eine Million Menschen ums Leben gekommen.

Deutsche Bahn: Streiks und Privatisierungen
Streiks der Lokführer und der Kampf gegen die Privatisierung der Bahn in Deutschland
Werner Rätz
aus Debatte Nummer 3 - Dezember 2007
Der Lokführerstreik hat in Deutschland für einige Aufregung gesorgt. Werner Rätz zeigt, welche gewerkschaftspolitischen Fragen sich dabei stellen. Er ist Mitglied von Attac Deutschland und aktiv im Bündnis „Bahn für alle“, das die Bahnprivatisierung bekämpft.

Massenmedien und G8 - eine unheilige Allianz
Cedric Schmid
aus Debatte Nummer 2 - August 2007
Der G8 Gipfel in Rostock hat vielleicht deutlicher als je zuvor gezeigt, zu welchen Mitteln die politische und wirtschaftliche Elite greift, um den Widerstand zu diffamieren und klein zu halten.

Die Widersprüche und die Checkliste
Dieter Drüssel
aus Debatte Nummer 2 - August 2007
Die kriselnde europäische Linke sucht in Lateinamerika oft etwas unkritisch nach Vorbildern. Es gibt aber auch eine sterile, sich als revolutionär bezeichnende Kritik an den aktuellen Kämpfen und Prozessen. Dieter Drüssel vom Zentral-amerikasekretariat zeigt am Beispiel der venezolanischen Gewerkschaftsströmung C-CURA auf, wie problematisch und realitätsfremd solche Sichtweisen sein können. (Red.)

Noam Chomsky zur ausgeklügelten Propaganda der USA, zum „Iran-Effekt“ und zum Gedankenspiel einer Invasion Irans in der Karibik.
Noam Chomsky
aus Debatte Nummer 1 - Mai 2007
Der Druck auf den Iran wird kontinuierlich erhöht, vieles erinnert an den Vorkrieg gegen den Irak. Offensichtlich ist der Wille zum Krieg auf Seiten der US-Administration vorhanden. Fehlende Legitimation ist bekanntlich für die USA kein Grund, einen Krieg zu unterlassen. Noam Chomsky analysiert die ausgeklügelte Propaganda der Bush-Administration, beschreibt mögliche Folgen eines Angriffs auf den Iran und fragt danach, wie es wäre, wenn Irans Kriegsschiffe in der Karibik auffahren würde (Red.).

Türkei: Illisu-Staudamm
Die Regierungen der Schweiz und Deutschlands unterstützen das umstrittene Projekt des türkischen Staats in Kurdistan
Brigitte Kiechle
Im März haben der Bundesrat und die deutsche Regierung entschieden, die Geschäftsrisiken der am Bau des Staudamms beteiligten Firmen durch Exportrisikogarantien bzw. Hermes-Bürgschaften abzusichern. Sie unterstützen ein Projekt des türkischen Staats, das zu Massenvertreibungen und Zerstörungen von Umwelt und Kulturgütern in Kurdistan führt. Diesen Artikel übernehmen wir leicht gekürzt aus der Sozialistischen Zeitung, Mai 2007 (Red.).