Sarah Schilliger
aus Debatte Nummer 11 -Dezember 2009
Auch unter den Dozierenden und Forschenden herrscht Unmut: Sie sind sehr direkt mit den Konse quenzen der Bologna-Umsetzung konfrontiert. Wie steht es um ihre Arbeitsverhältnisse an den Schweizer Universitäten, wie sind sie vom neoliberalen Umbau der Hochschulen betroffen und was bedeutet dies für eine kritische Wissenschaft?

Thadeus Pato
aus Debatte Nummer 10 - Oktober 2009
Würde man die Gefährlichkeit der neuen Grippevirusvariante H1N1 an dem Aufwand messen, der zu ihrer Untersuchung und Bekämpfung betrieben wird, dann müsste es sich eigentlich um eine Erkrankung handeln, die in der Lage wäre, ganze Landstriche zu entvölkern. Aber das ist blanker Unsinn.

Peter Streckeisen
aus Debatte Nummer 9 - Juli 2009
Die Selbstverständlichkeit, mit der die Schweizerische Nationalbank (SNB) Hand zur Rettung der UBS geboten hat, zeigt einmal mehr, dass die 'Unabhängigkeit' öffentlicher Einrichtungen oft nur auf dem Papier besteht. Auch zwischen Finanzwelt und Hochschulen bestehen weitreichende Verflechtungen.

David Soofali
aus Debatte Nummer 8 - März 2009
„Für die rohstoffarme Schweiz ist Bildung von existenzieller Bedeutung.“ Dieser oft gehörte Satz verweist nicht nur auf die gewinnorientierte und kurzsichtige Standortlogik der Schweizer Politik, er macht auch deutlich, in welche Richtung die derzeitigen Reformen und Pläne im Hochschulwesen zielen. Bildung soll privatisiert werden.

Peter Streckeisen
aus Debatte Nummer 7 - Dezember 2008
Seit dem wirtschaftspolitischen Siegeszug des Neoliberalismus sind die neoklassischen Ökonomen in der Öffentlichkeit die einflussreichsten „Experten“. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) will im Konzert der „Wirtschafts Weisen“ mit einem eigenen Chefökonomen mitreden. Dieses Amt übt seit 2007 der 40jährige Daniel Lampart aus.

Sarah Schilliger
aus Debatte Nummer 6 - September 2008
0,7% des Bruttosozialprodukts sollen in die Entwicklungshilfe fliessen – mit dieser Kampagne haben die Hilfswerke in der Schweiz heftige Debatten über Sinn und Wirksamkeit der Entwicklungsgelder ausgelöst. Wir möchten auf zwei Bücher hinweisen, die kürzlich erschienen sind und die eine unterschiedliche Bilanz der Entwicklungshilfe der letzten Jahrzehnte ziehen.

Peter Streckeisen
aus Debatte Nummer 7 - Dezember 2008
Das schweizerische System der Altersvorsorge wird von vielen „Modernisierern“ auf der ganzen Welt bewundert. Für die Lohnabhängigen fällt die Bilanz der 3 Säulen dagegen zwiespältig aus. Der Historiker Matthieu Leimgruber hat recherchiert, wie diese helvetische Dreiheiligkeit entstanden ist.

Peter Streckeisen
aus Debatte Nummer 5 - Juni 2008
Massenmedien und Grossunternehmen produzieren heute ein Bild der Welt, in dem „einfache“ Angestellte und Arbeiter/innen kaum mehr vorkommen. Peter Streckeisen hat für seine Dissertation mit Beschäftigten von Novartis gesprochen, um einen Blick hinter diese Fassade derIgnoranz zu werfen, die von den Propheten der „Wissensgesellschaft“ oder der „virtuellen Ökonomie“ aufgebaut wird.

Ein umstrittenes Forschungsprojekt, oder wie sich die Psychologie zusammen mit der Pharmaindustrie um unser Seelenheil kümmert.
Peter Streckeisen
aus Debatte Nummer 4 - März 2008
Seit 2001 fördert der Bund Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS) mit längerer Laufzeit und grösserer Finanzierung als die bisherigen Nationalfonds-Projekte. Ein umstrittenes NFS mit dem geheimnisvollen Namen „Sesam“ widmet sich der Erforschung des „Seelenheils“ von 3’000 heranwachsenden Kindern. Es wird durch den Pharmakonzern Roche unterstützt.

Johannes Gruber
aus Debatte Nummer 3 - Dezember 2007
Der Kapitalismus kann nicht nur aus der Perspektive sozialer Ungleichheit kritisiert werden. Mindestens ebenso wichtig ist es, die Auswirkungen kapitalistischer Gesellschaften auf die vorherrschenden Formen von Subjektivität zu kritisieren.

Open-Source - im Schatten des Kapitals
Wie frei zugängliche Software Transnationale Konzerne bedroht und welche Ideologie dahinter steckt
Cedric Schmid
aus Debatte Nummer 2 - August 2007
Im virtuellen Schatten des all umfassenden Kapitalismus entstehen Organisationsformen, die sich über seine hierarchische Wirtschaftsordnung hinwegzusetzen vermögen. Von Ökonomen verteufelt, konkurrenzieren die sogenannten Open-Source-Projekte (frei zugängliche Software) mittlerweile sogar grosse transnationale Unternehmen. Die revolutionäre Linke ignoriert die besagten Entwicklungen weitgehend...

Mit Gott gegen Marx, Darwin und Freud
David Soofali
aus Debatte Nummer 1 - Mai 2007
„Das Leben ist zu komplex, als dass es durch Evolution entstanden sein könnte.“ Diese Aussage wird längst nicht nur von christlich-fundamentalistischen Splittergruppen gestützt. Die so genannte „Intelligent Design Bewegung“ erfreut sich – unterstützt von zahlungsfreudigen Financiers aus Politik und Wirtschaft – einer immer grösser werdenden Anhängerschaft.