| Der
Schwerpunkt Agrotreibstoffe dieser Nummer soll
einen Beitrag zur aktuellen Klimadebatte liefern.
Die Scheinlösung dieser Treibstoffe –
die keineswegs „Biotreibstoffe“ sind
– wird derzeit als neues Investitionsfeld
für das transnationale Kapital aufgebaut.
Dies auf Kosten der weltweiten Ernährungssicherheit
und der Lebensgrundlage von Millionen von Bäuerinnen
und Bauern.
Der Schweizer Konzern Syngenta mischt hier kräftig
mit. Syngentas Heimatstadt Basel übt sich
derweil im Kniefall vor den tonangebenden Agro-
und Pharmamultis.
Diese allgemeine Schonung und Unterwürfigkeit
vor den Interessen der Konzernherren drückt
die realen Kräfteverhältnisse zwischen
Kapital und bürgerlichem Staat wohl ziemlich
genau aus.
Es wird geschwiegen zu allen Themen, bei welchen
Chemie und Pharma eine schlechte Figur machen,
gerade auch in Basel: Die Verschmutzung des Basler
Trinkwassers durch auslaufende Chemiemülldeponien
wird beharrlich abgestritten; der Abbau von Tausenden
von Arbeitsplätzen löst Achselzucken
aus; unter welchem Leistungsdruck jene Beschäftigten
arbeiten müssen, die ihre Stelle noch haben,
will man gar nicht wissen; und die Steuerarrangements,
von denen die Basler Multis profitieren, sind
Staatgeheimnis.
Die radikale Linke ist gefordert, den Finger auf
all die wunden Punkte zu legen.
Die
Redaktion |