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18. Februar 2009 – ein Aufschrei erfasst
die helvetische Elite. Das Bankgeheimnis wurde
geopfert… um die UBS zu retten! Die NZZ
spricht von Kapitulation. Die SP beklagt die entstandene
Rechtsunsicherheit und ruft nach einer neuen Strategie
für „unseren Finanzplatz“. Experten
erläutern, das Bankgeheimnis habe nichts
mit Steuerbetrug zu tun, es gehe um den Schutz
der Privatsphäre!
Das
ist ein hehres Ziel. Beginnen wir bei den Menschen,
deren Privatsphäre am meisten bedroht ist:
BezügerInnen von Sozialhilfe, die ihr Privatleben
auf dem Sozialamt offen legen müssen; Asylbewer-
berInnen, die in Lagern zusammenge- pfercht werden;
Papierlose, die mit der Angst leben, ausgeschafft
zu werden.
Auch
uns liegt die Rechtssicherheit am Herzen: die
der Erwerbslosen, deren Recht auf Taggelder in
Frage gestellt wird, obwohl sie Beiträge
in die Sozial- versicherung bezahlt haben; die
der Lohnabhängigen, deren Rechte ohne wirksamen
Kündigungsschutz auf Sand gebaut sind. Wer
jeden Tag entlassen werden kann, ist am Arbeitsplatz
rechtlos.
Enteignen
wir die Banken und die Vermögen, die zu Lasten
der Allgemeinheit an- gehäuft und auf schweizerischen
Konten versteckt wurden. So können wir soziale
Rechte und das Arbeitsrecht ausbauen, um die soziale
Sicherheit der grossen Mehrheit zu schützen.
Und einen öffentlichen Bankensektor entwickeln,
der sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung
orientiert, statt „die Privatsphäre“
der Reichen zu schützen.
Die
Redaktion |